Lichtbildarena: Bretagne
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Jena, Ernst-Abbe-Platz Jena
Ernst-Abbe-Platz Jena und Foyer im Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena
© Hartmut Krinitz
Land im Meer
In der Bretagne entscheidet das Meer, wann der Tag beginnt. Eben noch liegt ein Hafen trocken, wenig später stehen die Boote wieder im Wasser. Der Wind pfeift um die Leuchttürme, Möwen kreischen über den Dächern und draußen vor der Küste zeigt der Atlantik, wer hier das Sagen hat.
Hartmut Krinitz hat mehr als ein Jahr in dieser eigenwilligen Region verbracht – zu Fuß, auf dem Wasser und aus der Luft. Mit einem Traditionssegler folgt er der Küste, fährt mit einem kleinen Kajütboot durch den von alten Bäumen gesäumten Canal de Nantes à Brest und wandert auf dem GR34 um die Crozon-Halbinsel. Über der Pointe du Raz und der Insel Sein bekommt die Bretagne noch einmal eine ganz andere Perspektive.
Doch ihre eigentliche Besonderheit liegt in den Menschen. Da ist Joséphine, die ihren Bankerjob gegen die Arbeit in einer großen Fischauktionshalle eingetauscht hat. Myrdhin bewahrt als Harfenist und Druide eine jahrhundertealte bretonische Tradition. Eric keltert einen Bio-Cidre, der es bis in den Élysée-Palast geschafft hat. Und anderswo wird Fleur de Sel von Hand geerntet und der traditionelle Kopfschmuck des Pays Bigouden mit viel Geduld bestickt.
Zwischen all diesen Begegnungen liegen geheimnisvolle Wälder, uralte Megalithanlagen und Dörfer, deren Geschichte eng mit dem Atlantik verbunden ist. Am Ende führen die Wege immer wieder ans Wasser – bis nach Finistère, ans „Ende der Welt“.
Mit Fotografie, Musik, Literatur und Originaltönen erzählt Hartmut Krinitz von einer Bretagne, die rau sein kann, herzlich, manchmal rätselhaft – und gerade deshalb so schwer wieder loszulassen ist.
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