Die Geschichte des Ostberliner Untergrunds als Mosaik aus Kunst, Rebellion und verschwendeter Jugend
Bert Papenfuß war Lyriker, Künstler und Anarcho-Kneipier, vor allem aber ein Fixstern des literarischen Prenzlauer Berges. Zwischen Freiheitsdrang, Aufbruch und Exzess formierte sich dort eine Literaturszene, aus der Autoren wie Peter Wawerzinek hervorgingen. Frank Willmann erzählt die Geschichte der Ostberliner Untergrundszene als vielstimmiges Mosaik aus Kunst, Rebellion und verschwendeter Jugend.Um Bert Papenfuß zu erzählen, muss man die ganze Bande erzählen. Frank Willmann versammelt eigene Erinnerungen mit denen von Weggefährten wie Sascha Anderson, Uwe Kolbe und Weitere, die in der (stark männlich geprägten) Literaturszene des Prenzlauer Berges verwurzelt waren. Ihre Geschichten führen uns in Hinterzimmer, Ateliers, Kneipen und besetzte Nischen einer Stadt, in der Dichter, Punks und Nonkonforme fernab des offiziellen Kulturbetriebs ihren eigenen Ton fanden. Das Ergebnis ist keine klassische Biografie, sondern ein Streifzug durch die Boheme von den späten 1970er-Jahren bis weit in die Nachwendezeit. Eine Szene voller kreativer Energie und widerborstigem Eigensinn, in der Größenwahn und Poesie oft nur einen Tresen voneinander entfernt waren.
Eine Veranstaltung des Lese-Zeichen e.V., mit freundlicher Unterstützung der Villa Rosenthal, des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Thalia Universitätsbuchhandlung Jena.
Preis Information: Eintritt: 8,- Euro / 6,- Euro ermäßigt
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