Lesung mit Amtsrichter Stephan Zantke: „Wenn nur das Böse übrig bleibt“
Link
Schmölln, Markt 42
Stadtbibliothek Schmölln
Bibliothek SchmöllnBibliothek Schmölln

Was geschieht hinter den Türen deutscher Gerichtssäle? Welche menschlichen Schicksale verbergen sich hinter Strafverfahren und Urteilen? Antworten auf diese Fragen gibt Stephan Zantke in der Stadtbibliothek Schmölln. Er ist seit mehr als 30 Jahren Amtsrichter in Zwickau. Der Bibliotheksförderverein Schmölln lädt zur Lesung mit dem Juristen und Autor ein.

In seinem neuesten Buch „Wenn nur das Böse übrig bleibt“ schildert Zantke berührende und erschütternde Fälle aus seinem beruflichen Alltag. Als Strafrichter erlebt er jeden Tag außergewöhnliche Geschehnisse und blickt dabei tief in menschliche Abgründe. Seine Erfahrungen geben einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit der Justiz – ehrlich, ungeschönt und nah an den Menschen und ihren Schicksalen.

Schon mit seinem ersten Buch „Wenn Deutschland so scheiße ist, warum sind Sie dann hier“ erregte Zantke große Aufmerksamkeit. Nun nimmt er sein Publikum erneut mit in den Alltag deutscher Gerichte. Er berichtet nicht nur von den Fällen selbst, sondern erläutert auch, wie seine Urteile zustande kamen und welche Überlegungen hinter den Entscheidungen standen.

Besonders wichtig ist ihm die Perspektive der Opfer. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Strafrichter kritisiert Zantke, dass die Betroffenen von Straftaten im öffentlichen Blick auf Strafverfahren oft zu wenig beachtet werden.

Die Lesung verspricht einen spannenden und zugleich nachdenklichen Abend. Sie ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der Justiz und regt zum Nachdenken über Schuld, Verantwortung und den Umgang mit Opfern von Verbrechen an.

Eintritt: 5 Euro