Lichtbildarena: Bergsüchtig
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Jena, Ernst-Abbe-Platz Jena
Ernst-Abbe-Platz Jena und Foyer im Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena
© Hans Kammerlander
...nach Wänden, Graten, Gipfeln
Kaum ein deutschsprachiger Alpinist hat die Welt der hohen Berge so geprägt wie Hans Kammerlander. Er stand auf 13 der 14 Achttausender, durchstieg legendäre Wände und suchte stets seinen eigenen Weg. Weltweit bekannt wurde er durch eine der wohl kühnsten Unternehmungen im Höhenbergsteigen der 90er Jahre. 1996 bestieg Kammerlander den Mount Everest allein und ohne Flaschensauerstoff in Rekordzeit. Den Gipfel machte er dann zum Ausgangspunkt einer extremen Skiabfahrt. Vom Gipfel des höchsten Berges der Erde durch die Todeszone zurück ins Tal.
Auch andere Erlebnisse seines Bergsteigerlebens hinterließen tiefere Spuren – körperliche eingeschlossen. Am Kangchendzönga verlor er mehrere Zehen durch Erfrierungen – ein Preis, den man nicht in Rekordlisten findet. Und doch kehrte er immer wieder zurück in die Berge. Nicht aus Leichtsinn, sondern weil dort oben etwas auf ihn wartete, das sich anderswo nicht finden ließ.
In seinem Vortrag geht es allerdings weniger um Gipfel und Rekorde als um das, was zwischen Aufbruch und Rückkehr geschieht. Mit eindrucksvollen Bildern und Filmaufnahmen erzählt er von der Faszination großer Berge, von schlaflosen Nächten in eisiger Höhe, von Momenten des Zweifelns und von Augenblicken, in denen die Welt plötzlich ganz einfach erscheint. Er spricht offen über Verluste, über Freunde, die nicht mehr zurückkehrten, und über die Frage, warum Menschen immer wieder das Risiko suchen, obwohl sie dessen Konsequenzen kennen.
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