Die Abwahl der Demokratie im liberalen Jena - Zur Massenstimmung und Wählerwanderung im Krisenmodus der Jahre 1929 bis 1933
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Jena, Fichteplatz 9
TaF – Treffpunkt am Fichteplatz
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© CLAYTON MAJONA

Wie Jena demokratisch wurde – und wie schnell sich das Blatt wenden konnte.

Zu den Reichstagswahlen von 1928 erzielte die SPD im Stadtkreis Jena reichsweit eines ihrer besten Wahlergebnisse. Demgegenüber erreichten die demokratiefeindlichen Parteien (extreme Rechte und KPD) bei den letzten Reichstagswahlen in der Weimarer Republik nur vier Jahre später in Jena eine klare Mehrheit der gültigen Stimmen. Die Präsentation veranschaulicht diesen krisengetriebenen Abkehrprozess eines wachsenden Teils des Wahlvolks vom parlamentarisch-demokratischen Regierungssystem anhand der Wählerwanderungen in ausgewählten Stimmbezirken. Von Handwerksmeistern, Gewerbetreibenden und völkisch ausgerichteten Beamten bzw. Pensionären in den kernstädtischen Stimmbezirken 1929/30 ausgehend und 1932 auf andere Teile des Bildungs- und Wirtschaftsbürgertums, der Beamtenschaft und proletarisierten Kreisen in den alten Vorstädten und randstädtischen Stimmbezirken übergreifend, dominierten bereits vor Hitlers Kanzlerschaft außerhalb der Stammbelegschaften von Zeiss und Schott unter der Wählerschaft autoritär-antidemokratische Einstellungslagen.

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