LEBENSANSICHTEN EINES HUHNS
Deutschland/Griechenland/Ungarn 2025, 96 Min., Buch und Regie: György Pálfi
Am Anfang war das Ei. Oder doch das Huhn? Für die existenziellste aller Fragen bleibt auf einer Hühnerfarm keine Zeit. Es ist das Los des Federviehs, dass es losmuss, direkt nach dem Schlüpfen über Laufbänder, später Autobahnen, und oft endet es im Suppentopf. Doch auf einem griechischen Hühnerhof entschlüpft eines Tages ein schwarz gefiedertes und kluges Hühnchen und zieht los in die große Welt. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs nutzt es eine Mitfahrgelegenheit mit einem Lkw. Doch ein Hund verschleppt das renitente Tier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants. Dessen alternder Besitzer steht nur scheinbar besser da, denn der Laden läuft nicht mehr und schlecht gelaunte Schmuggler gehen ein und aus.
Für das Huhn beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Es beweist sich in der Stall-Hierarchie, zankt mit Puten, gewinnt das Herz des Hahns und erschließt neues Terrain auf der Suche nach einem Brutplatz. Dabei stolpert es in die kriminellen Verstrickungen der dortigen Familie, die ihrerseits ums Überleben kämpft, und dabei den Kükenwunsch der unerschrockenen Henne unweigerlich durchkreuzt…
Von Hühnern und Menschen: Dieser Film ist ein humorvoller, berührender und sehr genau beobachteter Film über das Tier im Menschen und den Menschen im Tier. Von ihrer manchmal komplizierten Koexistenz erzählt der preisgekrönte Regisseur György Pálfi eindringlich und mit einem genialen Kunstgriff: Es ist sowohl die emanzipierte Biographie einer Henne als auch eine originelle Geschichte über das Abenteuer des Erzählens.
(Quelle: Neue Visionen Filmverleih)
Trailer und mehr Infos: https://www.neuevisionen.de/de/filme/lebensansichten-eines-huhns-179