Wortwelten|Bildwelten Ausstelllung "Der Großinquisitor - Bilder von Bettina Schünemann nach Fjodor Dostojewski
Jena, Mälzerstraße 11
Villa Rosenthal Jena
© Bettina Schünemann (CC-BY-NC-ND)
Der Großinquisitor - Bilder von Bettina Schünemann nach Fjodor Dostojewski
Fjodor Dostojewski verhandelt diese Grundfrage gesellschaftlichen Lebens in der literarischen Figur des Großinquisitors, der als Kirchen- und Glaubenshüter selbst Zweifel daran hegt, ob die Menschen die von Christus intendierte Freiheit überhaupt wollen.
Mit der 40 Blatt umfassenden Werkfolge „Der Großinquisitor“ schuf Bettina Schünemann 1990 ein frühes Hauptwerk ihres künstlerischen Schaffens. Konzipiert als psychologische Studie eines autoritären Machthabers, konzentrierte sich die Künstlerin ausschließlich auf die Darstellung des Kopfes.
Sie wählte Papier als Bildträger, verwendete zudem Tapeten, Formulardrucke, Zeitungspapiere, die behutsam collagiert und mit Pinsel in Gouache- und Aquarellfarben sowie mit Wachskreiden und Bleistift kombiniert aufgetragen wurden.
Freiheit oder Autorität? - Mit Blick auf das kulturelle wie politische Klima in Deutschland und weltweit ist diese Frage aktuell wie nie.
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