Nach Umbau: Jenas Planetarium startet ins zweite Jahrhundert
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Jena, Am Planetarium 5
Zeiss-Planetarium Jena
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© Falko Matte SUT GmbH

Zwischen Sternenhimmel und Paradies: Jenas Planetarium startet ins zweite Jahrhundert

Nach umfassender Modernisierung hat das Zeiss-Planetarium Jena wieder geöffnet. Pünktlich zum 100. Geburtstag verbindet das traditionsreiche Haus seine Geschichte mit moderner Bild- und Tontechnik und lädt dazu ein, Jena zwischen Kosmos, Kultur und Natur

neu zu entdecken.

Am 18. Juli 1926 wurde das Zeiss-Planetarium Jena für das Publikum eröffnet. Die Grundlagen des modernen Projektionsplanetariums waren zuvor bei Carl Zeiss in Jena entwickelt worden. Walter Bauersfeld prägte sowohl die Konstruktion der Kuppel als auch die Projektortechnik. Das Jenaer Haus gehörte damit zu den frühen Großplanetarien und gilt heute als dienstältestes Projektionsplanetarium der Welt. Seit seiner Eröffnung hat es Generationen von Besucherinnen und Besuchern den Sternenhimmel nähergebracht und astronomisches Wissen anschaulich vermittelt.

Trotz seiner langen Geschichte war das Planetarium nie nur ein Denkmal. Projektion, Klang und Gebäudetechnik wurden regelmäßig erneuert, während die charakteristische Kuppel erhalten blieb.

Zum 100-jährigen Bestehen wurde das Haus nun erneut grundlegend modernisiert.

Im Mittelpunkt steht die neue digitale Ganzkuppelprojektion. Elf ZEISS-VELVET-Projektoren der neuesten Generation erzeugen ein kontrastreiches, detailreiches und brillantes Bild. Sterne, Planeten, Nebel und Filme erscheinen räumlicher und intensiver. Eine neue, fugenfreie Projektionsfläche sorgt dafür, dass sich das Bild ruhig und gleichmäßig über die gesamte Kuppel spannt, ohne den früher sichtbaren „Iglu-Effekt“.

Auch das optische Herzstück des Hauses bleibt erhalten: Der Sternprojektor Universarium VIII erzeugt seit 1996 einen naturgetreuen Sternenhimmel. Für die Wiedereröffnung wurde er technisch überarbeitet und mit moderner LED-Technik ausgestattet. So verbinden sich künftig die präzise optische Darstellung der Sterne und die vielfältigen Möglichkeiten digitaler 360-Grad-Projektionen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das neue immersive Soundsystem von HOLOPLOT. Stimmen, Musik und Effekte lassen sich gezielt im Raum positionieren und bewegen. Klänge entstehen nicht nur vor dem Publikum, sondern können sich über die gesamte Kuppel ausbreiten.

Modernisiert wurden außerdem die technische Infrastruktur, der Innenraum und das Restaurant Bauersfeld. Das zweite Jahrhundert beginnt damit mit einem rundum erneuerten Besuchserlebnis, das historische Technik, digitale Bilder und präzisen Raumklang miteinander verbindet.

Seit Mitte Juli ist die „Raumzeitmaschine“ wieder in Betrieb. Das Programm reicht von Astronomie und Familienangeboten bis zu Musikshows, Lesungen und Live-Veranstaltungen. Zu den Höhepunkten des zweiten Halbjahres gehört am 5. September ein Konzert des Pianisten Felix Reuter. Mit „The Sound of Space“ verwandelt er die Kuppel in einen Resonanzraum aus live gespieltem Flügel, elektronischen Klangflächen, 360-Grad-Visuals und räumlicher 3D-Musik.

Am 1. Oktober folgt die „Sternenlese“ mit dem Astronomen und Wissenschaftsvermittler Florian Freistetter. In „Die Farben des Universums“ zeigt er, dass der Kosmos weit mehr ist als schwarze Unendlichkeit und erklärt, welche Geschichten Licht, Sterne und Galaxien über das Universum erzählen.

Ein Besuch im Planetarium lässt sich gut mit weiteren Entdeckungen in und um Jena verbinden. Die SaaleHorizontale führt als aussichtsreicher Wanderweg durch die Landschaft rund um die Stadt. Der Saaleradweg folgt dem Fluss, während sich Jena vom Saalestrand aus auch mit Kanu, SUP oder Schlauchboot erkunden lässt. Familien erleben auf dem Walderlebnispfad „Schlauer Ux“, wie sich Natur und Wissen spielerisch verbinden.

Einen weiten Blick über Stadt und Saaletal bietet die Aussichtsplattform des JenTowers in rund 120 Metern Höhe. Das Restaurant Scala verbindet das Panorama mit kulinarischem Genuss.

Wenige Kilometer außerhalb Jenas liegen die Dornburger Schlösser hoch über dem Tal. Ihre historischen Anlagen und Gärten gehören zu den markantesten Ausflugszielen der Region.

So kann aus dem Planetariumsbesuch ein abwechslungsreicher Tag in Jena werden: unter der Kuppel durch ferne Galaxien reisen, anschließend die Stadt, das Saaletal und das Paradies entdecken. Der Weg vom Sternenhimmel ins Paradies ist hier tatsächlich kurz, nicht als Gegensatz, sondern als Verbindung zweier Seiten derselben Stadt.

Unser Programm: Astronomie, Familienangebote, Musikshows, Konzerte, Lesungen und Sonderveranstaltungen

Webseite: http://www.planetarium-jena.de

Telefon: 03641 885488

E-Mail: order@planetarium-jena.de

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